Ausgewähltes Vokabular: Oberbegriffsdatei   Info

Oberbegriffsdatei (OBG)

Oberbegriffsdatei (Stand 2016) (Landesstelle für die nichtstaatlichen Museen in Bayern)

Umfang: 42 Hauptgruppen

Die Oberbegriffsdatei (OBG) ist eine hierarchisierte Sammlung von Objektbezeichnungen für kulturhistorische Museen.
Sie ist in folgende 42 Hauptgruppen und darunter liegende Untergruppen aufgeteilt:

Aneignende Wirtschaft*
Architektur*
Baustoff, Werkstoff, Substanz, Rohstoff*
Behältnis, Hülle*
Beleuchtung*
Besteck
Bildwerk
Bürogerät, Informationsgerät*
Datenträger
Druckwesen, Schriftwesen*
Elektrotechnisches Gerät*
Folterinstrument, Strafinstrument*
Fossil, Präparat, menschliche, tierische und pflanzliche Überreste*
Gesundheitswesen, Körperpflege, Hygiene*
Grafik, Fotografie*
Hausrat*
Kleidung*
Landwirtschaftliches Gerät, Landwirtschaftliche Maschine*
Lebensmittelherstellung, Lebensmittelbearbeitung*
Malerei*
Maschinenwesen*
Materialbild
Messgerät, Anzeigegerät, Datenschreiber*
Möbel
Model, Form*
Münze, Medaille, Zahlungsmittel*
Musikinstrument, Klangkörper*
Optisches Gerät, Fotogerät*
Parament
Pumpe, Spritze*
Puppe (Nachbildung)
Schreibzeug, Zeichenutensil*
Siegel, Orden, Zeichen, Fahne*
Sonstiges*
Spiel, Spielzeug*
Sportgerät
Textilie
Transport, Verkehr*
Waffe
Wärmeerzeuger*
Werkzeug, Gerät*
Zunftzeichen

Die Einträge (Objektbezeichnungen) werden seit den 1980er Jahren aus rund 150 Museen in Deutschland zusammengetragen. Initiiert wurde das Projekt von der Landesstelle für die nichtstaatlichen Museen in Bayern.

Seit 2008 wird die OBG im webbasierten Vokabularverwaltungstool xTree geführt; die redaktionelle Überarbeitung erfolgt seitdem in einer überregionalen Arbeitsgruppe, bestehend aus:
  • Landesstelle für die nichtsstaatlichen Museen in Bayern, München
  • Institut für Museumsforschung, Berlin
  • digiCULT-Verbund eG, Kiel
  • Stiftung Historische Museen Hamburg - Museum der Arbeit
  • LWL-Freilichtmuseum Hagen - Landesmuseum für Handwerk und Technik

Vorrangig wurde die OBG bereinigt. Für die weitere Anwendung ist daher zu berücksichtigen:
  • Bennennungen sind grundsätzlich im Singular angesetzt.
  • Einzelteile von Objekten sind unter dem Objektnamen anzusetzen. Der Hinweis auf den Einzelteilstatus kann im Datenfeld "Alternative Objektbezeichnung" erfasst werden.
  • Naturwissenschaftliche Objekte werden nicht mit ihrer fachwissenschaftlichen Einzelbezeichnung benannt, sondern generalisierend als Präparat, Mineral etc. bezeichnet. Die fachwissenschaftliche Bezeichnung kann im Datenfeld "Alternative Objektbezeichnung" erfasst werden.
  • Benennungen, die mit einen * gekennzeichnet sind, sind Allgemeinbegriffe und als Objektnamen nicht zugelassen.

Einem Teil der Bezeichnungen wurden bereits Definitionen beigefügt; die Redaktionsgruppe arbeitet daran, alle Objektbezeichnungen mit Definitionen zu versehen. Mittelfristig wird die Bebilderung der jeweiligen Deskriptoren angestrebt.

Parallel zur zentralen Redaktionsgruppe arbeiten Fachredaktionen zu einzelnen Themengebieten;
bisher liegen folgende Publikationen vor:
  • Callweys Handbuch der Uhrentypen. Von der Armbanduhr bis zum Zappler, München 1994
  • Gefäße und Formen. Eine Typologie für Museen und Sammlungen, München 1996
  • Möbel. Eine Typologie für Museen und Sammlung, München 2004
  • Kopfbedeckungen. Eine Typologie für Museen und Sammlungen, München 2013

Interessierte laden wir herzlich zur Mitarbeit ein.
Kontakt: Dr. Viktor Pröstler, Telefon: 089 210 140 21, E-mail: Viktor.Proestler@blfd.bayern.de

Stand: August 2016

digiCULT xTree.public Version 1.6