AAT Vokabularelement
Basisdaten
Beschreibung
Wird für Kirchenmusik verwendet, in der eine einzige Stimmlinie in freiem Rhythmus und mit eingeschränktem Umfang gesungen wird, in einem Stil, der für die mittelalterliche lateinische Liturgie entwickelt wurde. Er ist monodisch und benötigt keine instrumentale Begleitung, obwohl diese auch vorkommen kann. Der gregorianische Gesang wurde nach St. Gregorius dem Großen (ca. 540-604) benannt, der ihn vereinheitlicht haben soll, obgleich der Name selbst erst Mitte des 18. Jahrhunderts aufkam. Häufig wird der Begriff synonym für einfachen Gesang verwendet, wobei darunter nicht nur die Kirchenmusik des frühen Mittelalters verstanden wird, sondern auch spätere, stilistisch ähnliche Kompositionen. Enger gefasst, wird der gregorianische Gesang als römische Form des frühen liturgischen Gesangs verstanden, die von der ambrosianischen, galliläischen und mozarabischen unterschieden wird, welche Ähnlichkeit aufwiesen, aber vom 8. bis zum 11. Jahrhundert nach und nach von dieser verdrängt worden sind.
Quellen
http://d-nb.info/gnd/4021952-5
Seite: 31
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