AAT Vokabularelement

Basisdaten

Nachricht an die AAT Redaktion  

ID: 300041569

Typ: Begriff

Link zu Getty

Beschreibung

Druckgrafik, die als Kopie eines Gemäldes oder einer Zeichnung eines anderen Künstlers geschaffen wurde, besonders in Europa vom 17. bis zum 19. Jahrhundert populär. Der Druck ist als Reproduktionsgrafik aufzufassen, wenn der Hauptzweck war, künstlerisches Erbe festzuhalten, auch wenn die persönliche Handschrift des Grafikers sich in kleinem Umfang behauptet hat. Der Begriff ist gewöhnlich Drucken vorbehalten, die andere zweidimensionale Kunstwerke reproduzieren; jedoch gelegentlich wird er auch in Bezug auf Drucke gebraucht, die Skulpturen oder Kunsthandwerk darstellen, wenn die vorrangige Absicht des Grafikers war, die originalen Kunstwerke für ein Massenpublikum festzuhalten. Drucke, die Architektur wiedergeben, werden nicht als Reproduktionsgrafik angesehen. Drucke, auf denen ein anderes Kunstwerk beiläufig als Teil eines größeren Motivs dargestellt ist, sind keine Reproduktionsgrafiken. Reproduktionsgrafiken werden geschätzt, weil sie die Verbreitung, Rezeption und Geschichtsschreibung von Originalwerken anschaulich machen. Sie waren in Europa vom 17. bis zum frühen 19. Jahrhundert populär und kamen mit der Erfindung der Fotografie aus der Mode.

Quellen

Reproduktionsgrafik
Gemeinsame Normdatei (GND)
http://d-nb.info/gnd/4115750-3
DWDS – Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache [online] (2008-)
https://www.dwds.de/wb/Reproduktionsgrafik
Reproduktionsgrafiken
AAT-Deutsch (2012-)
Reproduktionsgraphiken
AAT-Deutsch (2012-)
Reproduktionsgraphik
Wortschatz Universität Leipzig [online] (1998-)
Lemma: "Reproduktionsgraphik", accessed 19 September 2013
Gemeinsame Normdatei (GND)
http://d-nb.info/gnd/4115750-3