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ID: 300026459

Typ: Begriff

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Beschreibung

Religiöses Buch, das typischerweise Sammlungen von Gebeten, Psalmen, Lesungen und Riten enthält. Diese Form tauchte erstmals im 11. Jahrhundert in christlichen Klostergemeinschaften und unter Klerikern auf, obwohl sich die Texte des längeren Offiziums im römischen Ritus bereits im 7. Jahrhundert und im karolingischen Europa im 10. Jahrhundert etabliert hatten. Obwohl es sich um ein komplexes Buch handelte, war es kürzer als das vollständige Offizium und wurde daher als “Brevier“ bezeichnet. Das „Stundenbuch“ wurde im 13. Jahrhundert als ein noch weniger komplexes Buch für die Gebete der Laiengemeinschaft entwickelt. Werke ähnlich dem christlichen Brevier wurden von Primärtexten anderer Glaubensrichtungen adaptiert einschließlich des Korans und von Hindi-Texten; diese Werke werden ebenfalls als Breviere bezeichnet. Breviere können umfangreiche Bebilderung enthalten.

Quellen

Brevier
Gemeinsame Normdatei (GND)
http://d-nb.info/gnd/4146599-4
DWDS – Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache [online] (2008-)
https://www.dwds.de/wb/Brevier#1
Fußbroich, Sachlexikon zur liturgischen Kirchenausstattung (2013)
Seite: 43
Jakobi-Mirwald, Das mittelalterliche Buch (2004)
Seite: 81
Lexikon für kirchliches Kunstgut. 2010
Seite: 43
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